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Geopark Muskauer Faltenbogen

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Im September 2011 wurde der GeoPark Muskauer Faltenbogen als „Nationaler GeoPark Deutschland“ im Rahmen der 10. Europäischen Geoparkkonferenz in Norwegen zertifiziert und ist gleichzeitig im Globalen Netzwerk der GeoParks.

Der Muskauer Faltenbogen ist eine landschaftlich sehr schön ausgebildete Stauchendmoräne, sozusagen der Fußabdruck eines eiszeitlichen Gletschers. Es ist die am besten untersuchte Stauchendmoräne im nördlichen Mitteleuropa. 

Während des 2. Vorstoßes des Elster-Eises entstand der Muskauer Faltenbogen. Vor etwa 450 Tausend Jahren erreichte eine im Verhältnis zur Inlandeismasse der Elster-Eiszeit kleine Eiszunge, etwa 20 km breit, 20 km lang und 500 m mächtig, das Gebiet des heutigen Faltenbogens. Die Eismasse übte auf ihren Untergrund einen so starken Druck aus, daß er „nachgab“ und sich verformte.

Der Muskauer Faltenbogen erstreckt sich im Hinterland des Bahrener Beckens über den Freistaat Sachsen, der Wojewodschaft Lebuser Land (Polen) und dem Land Brandenburg (Landkreis Spree-Neiße). 

Charakteristisch für den Geopark Muskauer Faltenbogen sind so genannte Giesser (parallele Senken), Tagebaurestgewässer, Tiefbaubruchfelder, wo Braunkohle durch Gletscherstauchung an die Erdoberfläche gepresst wurde, Quellen im Neißegebiet, Findlinge, sowie Moore (Torf).

Touristisch bietet der Geopark Muskauer Faltenbogen unter anderem vier ausgebaute Radwandertouren im Landkreis Spree-Neiße, den Aussichtsturm am Felixsee, das Infozentrum in Jerischke (Brandenburg), den Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau, den Kromlauer Park, die Waldeisenbahn Bad Muskau, das Ganzjahresbad „Erlebniswelt“ in Krauschwitz sowie das Handwerk- und Gewerbemuseum in Sagar.


GeoPark-Führer

Jürgen Siegemund

Auf den Spuren der Eiszeit 

Durch die Drachenberge bei Krauschwitz
Diese Tour kann kombiniert mit der Waldeisenbahn Muskau bzw. auch separat gemacht werden. Start und Ankunft sind die Gaststätte „Zum Landsknecht“ oder „Zur Linde“ in Krauschwitz. Diese führt durch die einzigartige Giesserlandschaft des Muskauer Faltenbogens bis zum Drachenberg. Die Anhöhe ist mit 163 Metern die höchste Erhebung vom nördlichen Teil des Landkreises Görlitz. Auf dem Kammweg des Drachenberges durchwandert man auch parallel das Altbergbaugebiet der ehemaligen Grube Caroline II. Ziel ist die rekultivierte Tongrube der Familie Feller in Krauschwitz. Dort findet ein Picknick statt bevor es zurück geht. Auf dem Rückweg kann ein Abstecher zur Töpferei Najorka gemacht werden. Hier kann man sich beim Schautöpfern über dieses Handwerk informieren und Töpferwaren kaufen. Danach geht es durch das Waldgebiet der Drachenberge zum Ausgangspunkt zurück. Diese Wanderung dauert rund 3 Stunden. Der Unkostenbeitrag beträgt 4 Euro/Person, Kinder sind frei.

Weitere Wandertouren:

– durch ein Altbergbaugebiet bei Weißwasser
– im Bad Muskauer Bergpark
– durch das Altbergbaugebiet Grube Babina bei Leknica (PL)
– durch das Neißetal in die Lachberge


Buchungsanfragen unter 03576 / 211562 oder per E-Mail an j.siegemund@gmx.de

Jürgen Göhler

Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt bei Führungen mit den jeweiligen Gruppen des Kindererholungszentrums (KIEZ) Weißwasser zu den Drachenbergen Krauschwitz, darüber hinaus ist er ein versierter Kenner der örtlichen Begebenheiten, der entsprechenden Geologie und vermittelt Wissen zur Entstehung der zu erkundenden Landschaft und trägt Informationen zu eiszeitlichen Auswirkungen in diesem Gebiet bei.